Charakterstudien: Es gibt Ihn in jeder Mountainbike- Gruppe: Den Materialfahrer

In Eurer Gruppe versteckt sich doch auch einer?
 
Ihr kennt ihn sicherlich. In der Off- Season fällt er gar nicht so auf, wenn er  in den gemäßigten Wald- Wiese- Wegen zuhause cruist. Gibts Nichts zu gewinnen, fährt er ganz unbemerkt als bester Buddy bei den Touren mit – doch wehe er tritt bei diversen Wettbewerben an, wie die Bike Attack, Endurorennserie oder der Gang Battle in Saalbach, dann gibts kein Halten mehr. Sind Zuschauer im Spiel, am Besten blond, jung und mountainbikebegeistert, dann gibt er alles. Ohne jegliche Rücksicht auf sein Material, egal was es kostet, knallt er die Trails bergab. Linienwahl – egal!  Fette Felsbrocken in  Couchtischgrösse – schei.. drauf!

Sprünge  gnadenlos ins flat – was solls. Wenn Alarmstufe rot herrscht, geraten all die sauteuren Edelparts in Vergessenheit. Todesmutig und überoptimistisch lässt er die Schwerkraft arbeiten, hofft, dass das mit der Landung schon irgendwie gutgehen wird. 
 
 Hands – off heisst es bei den Bremsankern und schon schlägt er, der Materialfahrer, in ein Loch nach dem anderen ein. Typisch ist für ihn die kompromißlose Lininienwahl-  er hat nämlich keine. So bombt er von einem Felsen zum anderen , shreddet an jedem Fels entlang und zuckt auch nicht zusammen, wenn sein Schaltwerk abreisst. Erkennbar ist er auch an den vielen Platten, massakrierten Mänteln und natürlich den vielen Schäden am Bike. Bis hin zum Rahmenbruch. Na fällt Euch einer ein? 
 
 Meine These ist ja, dass es in jeder Gruppe einen Materialfahrer, einen Poser, einen Leichtbaufuzzi und einen „das Bike war schon vor 10 Jahren gut, was soll da schlecht dran sein?“- Fahrer  gibt! 

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