Reifentest: Continental Mountain King II und Trail King

Alpencross vorbei – Bike nicht mehr so richtig fit. Das kennt wohl jeder der schon mal längere Touren genoßen hat. Schaltungen müssen eingestellt, Schrauben nachgezogen, Bremsbeläge gewechselt werden. Und natürlich fällt auch der Blick auf die Reifen. Nun letztes Jahr ist mir dabei wieder aufgefallen, dass Schwalbe immer noch nicht sein Problem mit den ausbrechenden Stollen gelöst hat. Teilweise waren die Stollen komplett abgerissen oder zumindest nur noch halb am Gummimantel befestigt. Die Kraftübertragung zum Untergrund kann hier also kaum noch effizient genutzt werden. 
Also muss wieder mal ein neuer Reifen her. Allerdings ärgerte mich dieses typische Schwalbe-Problem, welches mit erstmals 2007 bei unserem damaligen Alpencross aufgefallen ist, bei dem es sogar so schlimm war, dass 5 Personen ingesamt drei Mäntel komplett zerstörten. Und das bei einem technisch nicht wirklich anspruchsvollem Cross. Nun reichte es mir uns ich sah mich nach Alternativen um um schließlich dachte ich mir dass ich schon lange keinen Conti mehr gefahren habe. Also wurde abgewägt was ich brauche. Ein leichter Reifen für mein Enduro, aber trotzdem mit genügend Reserven, dass man auch mal in den Alpen Spaß haben kann.
Also wurde es vorne ein Conti Mountain King II in 2,4 Zoll und hinten ein Trail King in 2,4 Zoll, jeweils in der strapazierfähigeren Protection-Version und mit der Black Chili Mischung, die sich durch eine top Qualität auszeichnet, da im Gegensatz zu den anderen Mischungen in Deutschland gefertigt wird.
Mountain King II (Quelle: Conti-online.com)

Trail King (Quelle: bike-mailorder.de)
Der Mountain-King bringt hier in 26 Zoll 690g und der König der Pfade 870g.
Im Gegensatz zu den Schwalbe-Reifen fallen meiner Meinung nach die Contis weit aus schmaler aus, bei gleicher nominaler Breite. Allerdings tut das der Funktion keinen Abbruch.
Auf dem Trail:
Mit der tollen und griffigen Black-Chilli Mischung hat man auch auf nassem Geläuf sehr gute Traktion und Bremswirkung und bei hartem Boden auch einen guten Vortrieb durch geringen Rollwiderstand. Man kann die beiden Reifen mit relativ wenig Luftdruck fahren ohne sofort einen Durchschlag zu riskieren, dies is dank der Protection-Technologie möglich. Dadurch kann man den Luftdruck bei schweren Abfahrten wie beispielsweise der Spezialized Enduro Series anpassen und den Grip noch steigern. Allerdings kommt bei schweren Abfahreten und vor allem bei Regenwetter der Montain King schnell an seine Grenzen. Er fängt im Matsch sehr schnell an zu schwimmen und bietet sehr wenig Kontrolle. 
Daher würde ich für schwerere Trails auf jeden Fall vorne auch den Trail King enpfehlen. Allerdings ist er für nicht alpine-Verhältnisse in 90% der Fälle vollkommen ausreichend und man kann sich die knapp 200 Gramm Mehrgewicht sparen. Wer sowieso weniger Enduro fährt und mehr auf seiner All-Mountain-Schiene unterwegs ist, für den reicht der Mountain King auch hinten aus. Wer immer ans Limit gehen will, der sollte wirklich upgraden.
Ansonsten ist mir noch aufgefallen, dass beide Reifen eine wunderbare Seitenführung bieten und den Grenzbereich schon früh ankündigen. Man kann also schön am Limit um die Kurve sliden, ohne vom wegrutschen überrascht zu werden. Außerdem zeigte der Reifen nicht die schwalbetypischen Stollenablösungserscheinungen, auch nach mehreren Alpeneinsätzen nicht.
Eine Sache ist mit allerdings noch negativ aufgefallen, allerdings bin ich selbst noch am rätseln, ob es an meinen Tubeless-ready Laufrädern liegt, oder an dem Reifen selbst. Er ging unglaublich schwer auf die Felge hinauf. Ich musste wirklich alle Kraft aufwenden um ihn über die Kante bugsieren zu können, keine schöne Arbeit.
Fazit:
Für Enduro vorne und hinten Trail King, wirklich zu empfehlen.
Für All Mountain und Heimattouren im Voralpenland reicht vorne auch der Mountain King.
Ride on.
 

4 Gedanken zu „Reifentest: Continental Mountain King II und Trail King

  1. Du hast die Reifen falsch herum montiert. Immer vorn den gröberen und hinten den feineren.
    Also vorn = Trail King, hinten = Mountain King

  2. ich fahre vorne trailking und hinten mountainking an zwei bikes; bisher null probleme und nur zwei platten in 2 jahren; tip zur reifenmontage, damit´s leichter geht: immer darauf achten, dass die reifenwulste in der mitte der felgen liegen und nicht aussen, dann geht der reifen sogar mit der hand ohne hebel über die felge!

  3. Korrekte sache! Dein Test hat mir sehr weiter geholfen. Wir wollen mit trailking , vorne und hinten, alpen und pyrenäen an einem stück längs durchqueren. Meinste der Trailking hält das durch?
    Liebe Grüße

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