Fernweh – Ein Traum-Trail in Norwegen

Wenn man so lange im Lockdown sitzt, wie wir aktuell, dann wächst das Fernweh nach tollen Reisen stetig. Ich hoffe, dass Reisen zumindest Ende diesen Jahres wieder möglich ist. Solange das nicht geht muss ich in Erinnerungen schwelgen.

Der Aufstieg von der Ruten Fjellstue (Berghütte) ist sehr gut ausgeschildert

Auf unserem Norwegen Trip vor drei Jahren wollten wir auch mal ein paar Tage ausspannen und haben uns über AirBnB eine Hütte, in norwegisch hytter, gemietet. Natürlich musste unsere hytter einige Dinge erfüllen: schön norwegisch, allein liegend, geiler Ausblick, Holzofen und natürlich ein Trail in der Nachbarschaft.

Zum Gipfel des Ruten sind einige hundert Höhenmeter zu Tragen und zu Schieben

Die Hütte von Björn bei Skabu auf einer Hochfläche hat genau das erfüllt, nachdem ich auch noch in meinem Wanderführer eine vielversprechende Wandertour auf den Ruten gefunden hatte (MTB Führer gibt es für Norwegen fast keine, man kann aber viele Trails auf strava einsehen oder mtbmap.no nutzen). Als dann Björn meinte dass der 1517m hohe Ruten besser zu Fuß gemacht werden sollte war ich mir sicher, dass der Trail perfekt sein wird.

Der Trail startet unweit von unserer Hütte entfernt bei der Ruten Fjellstue kurz vor Skabu. Die erste  halbe Stunde der ingesamt 4h dauernden Tour, kann man den Wanderweg noch fahren, bevor es dann ans Schieben der restlichen 600 Höhenmeter von gesamt etwa 750 Höhnmetern geht.

Der See auf der Hochfläche macht die Idylle perfekt

Das lohnt sich aber. Am Gipfel auf knapp über 1500m angekommen hat man einen tollen Blick auf die Berge des Rondane und Jontunheimen Nationalparks und auf die verwitterten Schieferfelden des Oppland. Beeindruckend. Dann kommt aber das Beste: die Abfahrt. Der Trail ist komplett fahrbar, hat aber im oberen Bereich auch S3 Stellen.

Auf dem griffigen Fels findet man die ein oder andere interessante Linie

Gerade oben ist er herrlich abwechslungsreich und so ganz anders als die Alpen. Schräge Steinplatten, die vor Grip nur so strotzen laden zum spielen und zum verlassen des Weges ein.  Genial. Ab der Hälfte des Trails wirds dann super flowig, die Stufen sind kleiner und die Neigung lässt nach. Ein absoluter Traum, so stellt man sich Norwegen vor!

Typisch norwegisch – schräge, griffige Felsplatten

Ich hoffe, dass Reisen zumindest Ende diesen Jahres wieder möglich ist. Und bis dahin kann man spannende Reiseberichte auf Elchblog lesen